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Preußens Mission: Schwert des Germanenthums.

 

Preußen, als es unternahm, die deutsche Nation nach Außen und nach Innen von den aufgenötigten Beschränkungen und Hemmnissen zu befreien, die deutsche Nation auf sich zu stellen und ihr damit die Möglichkeit zur Selbstbestimmung zu verschaffen, Preußen stand mit diesem seinem Bestreben auf einem naturgemäßen Standpunkte. Es wollte der deutschen Nationalität wieder die notwendige Unabhängigkeit verschaffen, welche von der Natur mit der Bestimmung der Nationalität von selbst verlangt ist und ohne welche die Nationalität ihre Zwecke gar nicht erfüllen kann. Darum muß man die Aufgabe Preußens als eine auf Wiederherstellung gestörter naturgemäßer Gestaltungen gerichtete und demgemäß als eine sittliche Aufgabe bezeichnen. Und da alles Naturgemäße, Sittliche zuletzt doch den Sieg behalten wird, muß man es natürlich finden, daß Preußens deutsche Bestrebungen siegreich waren.

Preußen verkörperte nach seiner ganzen Entwicklung das Mittel, durch welches die deutsche Nationalität sich ihrer Fesseln zu entledigen, sich wieder zu befreien suchte. Und gerade in der Naturnotwendigkeit dieser Befreiung lag die Berechtigung, lag die Stärke Preußens. Diese Befreiung der deutschen Nation ist die eigentliche Mission Preußens und ist die Geschichte Preußens zugleich die Geschichte der deutschen Wiedergeburt. Die Befreiung der deutschen Nationalität aus naturwidrigen, aufgedrungenen Lebensverhältnissen war die sittliche Idee, die der Erstarkung des preußischen Staates zu Grunde lag, eine Idee, welche ein stetes Band um Preußen und das deutsche Volk geschlungen hatte. Im Dienste jener sittlichen Idee wurde Preußen groß und stark und repräsentierte es den Kampf und den Widerstand der deutschen Nationalität gegen die Unterdrückung. Der Genius der deutschen Nationalität war in Preußen verkörpert und er führte ab 1813 seinen alten heißen Kampf gegen die drückende Vergewaltigung. Und so kann man sagen, daß, wo Preußen siegte, die deutsche Nation siegte, daß aber Preußen siegen mußte, weil die gerechte Sache der deutschen Nation nur siegreich sein konnte.

Aus dieser Identität Preußens und der deutschen Nation als solcher, folgt, daß die Bestrebungen Preußens nur eine Fortsetzung des alten Kampfes bildeten, welchen die deutsche Nation, welchen das Germanenthum, seit den Tagen des Mittelalters gegen die politische und geistige Unterdrückung und Vergewaltigung führen mußte. Hatte das Germanenthum schon früher die römische Gewaltherrschaft gebrochen und Europa von den Fesseln des entarteten Römerthums befreit, im Mittelalter war das Germanenthum wieder berufen, die Welt von dem Banne, von der Knechtschaft zu erlösen, in welche ein herrschsüchtiges Priesterthum, das, dieses Mal auf dem ‚Heiligen Stuhl‘ des Vatikan, wieder in Rom seinen Sitz hatte, sie zum zweiten Male einzwängen wollte. Und dieser Kampf des Germanenthums um seine eigene Freiheit, um die Freiheit der Menschheit, er reicht bis in unsere Tage. Die Bestrebungen Preußens waren weiter nichts, als dieser Kampf selbst, die Siege Preußens waren die endlichen Erfolge, welche das Germanenthum in seinem alten Kampfe gegen die römisch-priesterliche Kulturfeindschaft errungen hatte.

Auf diese Weise und nicht anders darf man das Vorgehen Preußens, darf man seine Aufgabe beurteilen. Dann wird man von selbst dazu kommen, die deutsche Politik Preußens richtig aufzufassen. Man wird es dann nicht als einen egoistischen Kriegsstaat, einen kalten, berechnenden Eroberer betrachten, sondern man wird sein Vorgehen als einen notwendigen geschichtlichen Prozess, seine Mission als eine hohe Kulturmission auffassen, und wird sich der Überzeugung nicht verschliessen können, daß die Siege dieses Staates Siege der Freiheit über die Knechtung der Freiheit, Fortschritte der Menschheit in ihrem Kulturkampf bedeuten. In dem Preußen die übrigen deutschen Staaten eroberte, befreite es alle Deutschen vom verderblichen Joch des Vatikan.

Dies ist eine unumstößliche Wahrheit. Mag Preußen, als das Schwert des Germanenthums auch manches Störende in sich haben, mag es auch oft seiner Mission uneingedenk geworden sein und zeitweilig ein seiner Aufgabe und seiner Bestimmung entgegenstehendes Verhalten beobachtet haben, trotzdem war sein allmäliges Erstarken, waren seine jedesmaligen Erfolge stete Förderungsmittel der menschlichen Freiheit. Bewußt oder unbewußt diente Preußen der Sache der Freiheit und kamen seine Siege jedesmal der Freiheit zu statten.

Repräsentiert das Germanenthum gegenüber dem priesterlichen Römerthum die Freiheit des Geistes, führte das Germanenthum gegen die priesterliche Vergewaltigung seit lange den heißesten Kampf und muß man Preußen als die Kraft des Germanenthums, als dessen Ausdruck und dessen Repräsentanten erkennen, so müssen die preußischen Siege als Triumphe des germanischen Geistes, als Konservierungen und Ausbreitungen der freien deutschen Geistes-Errungenschaften und damit als Triumphe der Sache der Freiheit anerkannt werden.

Die alten Feinde des Germanenthums sind auch die geborenen Feinde Preußens. Die geistigen Errungenschaften des Germanenthums, als deren größte die Reformation – die Befreiung des menschlichen Geistes von menschlicher Unterdrückung – erkannt werden muß, sind in Preußen verkörpert und drückten diesem Staate ihren Stempel auf, empfingen aber auch durch ihn Sicherstellung und Schutz. Daraus folgt von selbst die Identität der preußischen und der germanischen Sache, die Wichtigkeit Preußens für die Sache der deutschen wie der allgemeinen Freiheit.

Der wer anders als Preußen hat die wichtigen Erfolge der Reformation sicher zu stellen vermocht gegen die beständige Angriffe Roms und seiner Hilfsmächte? Wer anders hat damit die geistigen Errungenschaften des Germanenthums konserviert und ermöglicht, auf sie gestützt weiter fortzuschreiten? Waren denn die Kämpfe Preußens gegen Österreich und dessen ultramontane, sprich vatikanische, Verbündete nicht wieder Abwehr von Angriffen auf diese geistigen Errungenschaften und Bedürfnisse des Germanenthums? Wir brauchen bloß zu fragen, was wäre denn geschehen, wenn Preußen 1866 gegen jesuitisch-habsburgisch Österreich unterlegen wäre? Die Folgen würden gewesen sein, daß der deutsche Geist in Knechtschaft geschlagen, die finstere Priesterwirtschaft unser Los, der im Jahre 1864 verkündete Syllabus unser Gesetzbuch geworden wäre, und wie es dann bei uns ausgesehen hätte, braucht man nicht besonders auszumalen. Man braucht bloß die kurz vor 1866 verkündigten Sätze des Syllabus, man braucht die Encyklika zu lesen, um zu wissen, was Deutschland, was die Deutschen, im Falle des Unterliegens Preußens zu erwarten gehabt hätten. Die Sache der menschlichen Freiheit wäre schwer geschädigt worden.

Durch die preußischen Siege kam es aber anders. Die Schlammfluten der kirchlichen und damit der politischen Reaktion fanden in dem Triumphe der preußischen Waffen ihren Damm. Deutschland wurde vor der Versumpfung bewahrt und das Licht der Aufklärung, die Freiheit des menschlichen Geistes, die Freiheit der Gewissen ist für Deutschland und damit für die Menschheit, das edle, das hehre Resultat der preußischen Siege, der preußischen Erfolge.

Darüber darf man bei Preußen schon manches zeitweilig Unangenehme vergessen. Man darf die stramme Organisation in diesem Staate nicht zu drückend empfinden, man muß die Leistungen und Anspannungen, welche er seinen Bürgern auferlegt, ohne Murren ertragen, wenn sie auch vorübergehend genieren und stören sollten. Das Bewußtsein, daß dieser Staat vermöge seines ganzen Wesens, für die Freiheit der Völker gegen Geistesknechtung zu wirken bestimmt war und bestimmt ist, dieses Bewußtsein muß das Nichtzusagende, welches mit ihm verbunden ist, leichter ertragen lehren.

Bedenkt man, daß Preußen ohne die ernsten Pflichten und ohne die großen persönlichen Leistungen, welches es seinen Bürgern zumutet, nicht im Stande gewesen wäre, den großen geistigen Errungenschaften des Germanenthums, der Freiheit und Selbständigkeit desselben zum Siege zu verhelfen, und bedenkt man, was uns im Falle des Siegens der Priesterherrschaft erwartet hätte, hält man sich die Sätze des Syllabus und die Konsequenzen der päpstlichen Unfehlbarkeit vor das geistige Auge, dann wird man milder gegen die etwaigen Schwächen Preußens urteilen und wird hoffen, daß dieser Staate, wie er ja durch seine Siege der Menschheit das Fortschreiten offen gehalten, selbst stets nur im Fortschritte sein Lebenselement finden wird. Mag auch der Fortschritt zeitweilig durch widrige Faktoren in Preußen gehemmt worden sein und gehemmt werden, darüber darf man die Bestimmung Preußens, seine Leistungen für die Sache der menschlichen Geistesfreiheit nicht verkennen.

Von großen Gesichtspunkten aus muß man das Wesen Preußens beurteilen. Seine steten Kämpfe gegen die Mächte, welche vorzugsweise die Knechtung des menschlichen Geistes beabsichtigen, muß man in das Auge fassen, dann wird man aus der Geschichte von selbst die Lehre empfangen, daß Preußen vorzugsweise dazu bestimmt war und bis heute dazu bestimmt ist, die menschliche Freiheit zu verteidigen und sicher zu stellen.

Nicht ohne Grund hetzte Winston Churchill, der völkermordende Vasall überstaatlicher Mächte, im Jahre 1943 auf der Konferenz von Teheran gegen Preußen, obwohl dies längst zunächst von der Sozialdemokratie und dann vom Nationalsozialismus seines Schwertes beraubt war: „Ich möchte betonen, daß Preußen die Wurzel allen Übels ist.“

Und nicht ohne Grund ist der preußische Staat bis auf den heutigen Tage in sechs Verwaltungszonen gespalten: Ostpreußen unter der Russischen Föderation, Ost- und Westpreußen, Posen, Schlesien und Pommern unter der Republik Polen, Nord-Schleswig unter Dänemark, Eupen-Malmedy unter Belgien, das Memelland unter Litauen und der klägliche Rest unter eine Firmen-Republik des Bundes, die direkt von den geborenen Feinden Preußens kontrolliert wird.

„Jeder Deutsche soll wissen, daß der Geist Preußens nicht zugrunde gehen darf, es sei denn, der Deutsche gäbe sein Vaterland auf.“ schrieb Dieter Wildt im Jahre 1966 in seinem Buch „Deutschland deine Preußen“.

Jedem Deutschen sollte an dieser Stelle bewußt sein, dass ein Untergang Preußens auch den Untergang des Germanenthums bedeuten würde.

Jeder Deutsche soll wissen, dass mit der Errichtung des protestantischen Kaisertums, das Otto von Bismarck mit dem Deutschen Reich 1871 als ewigen Bund in der Mitte Europas manifestierte, der wahre Papst, der weiße Papst, der König der Könige, der Ari-Hari der Germanen seinen weltlichen Thron bestieg.

Es lebe der König von Preußen, der Deutsche Kaiser, als Aegide der Freiheit!

Artikel 11 Reichsverfassung

 

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